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Ärztezeitung

15.09.2003

Angiologen-Kritik an alternativen Gefäßtherapien

BADEN-BADEN (dpa). Viele Ozon- oder Sauerstoff-Therapien seien nicht geeignet, um Patienten mit peripherer arterieller Verschlußkrankheit (PAVK) zu behandeln. Und: Zum Teil seien alternative Methoden sogar gefährlich, sagte Professor Curt Diehm bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie.

Zur Therapie bei PAVK würden immer häufiger alternative Methoden eingesetzt, deren Wirksamkeit meist nicht belegt sei, sagte der Angiologe in Baden-Baden. Solche Methoden seien manchmal nur der "Weg zur schnellen Mark", kritisierte der Internist.

Die aus den USA stammende Chelat-Therapie bezeichnete er zudem als gefährlich. Den Patienten wird dabei eine spezielle Lösung gegeben, um etwa Kalzium zu binden und über die Nieren auszuscheiden. Die "Entkalkung der Gefäße", die dem Schlaganfall vorbeugen und angeblich Raucherbeine heilen soll, entziehe dem Körper jedoch wichtige Mineralstoffe, warnte Diehm.

"Der Kalziumstoffwechsel kann gestört werden, was Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und Atemstillstand hervorrufen kann." Nierenversagen und Schädigungen des Knochenmarks seien nach Chelat-Therapie beschrieben worden.

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